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"Stürmische See und sanfte Stille"
Konzert mit Werken von Almeida, Graun, Hasse, Martini und Scherer

18. Januar 2018, 18.15 Uhr, Münster, Galerie der ULB - ausgefallen wegen "Friederike" - es war zu stürmisch....
Ersatztermin wird noch bekannt gegeben


Besetzung:
Luisa Fernanda Serna Libreros, Sopran
Constanze Kästner, Traversflöte
Magdalena Crighton und Burkard Rosenberger, Barockvioline
Johannes Tebbe, Barockcello
Harald Schäfer, Cembalo

Gegensätze sind die Würze nicht nur des Lebens, sondern auch der Kunst und insbesondere der Musik: laut und leise, weich und akzentuiert, zurückhaltend und aufbrausend kann Musik sein. Wie bei einem Rembrandt-Gemälde, das durch seine extremen Licht- und Schattenpartien beeindruckt, vermag auch die Barockmusik durch gegensätzliche Spielweisen die unterschiedlichen Affekte und menschlichen Leidenschaften auszudrücken. Genau dies ist Thema des diesjährigen Konzerts des Ensembles "con moto" in der Erlöserkirche. Unter dem Motto "Stürmische See und sanfte Stille" werden barocke Instrumentalwerke und erstmals auch Vokalwerke zu Gehör gebracht, in denen diese Gegensätze besonders deutlich hervortreten. Der jungen kolumbianischen Sopranistin Luisa Fernanda Serna Libreros kommt dabei eine Hauptrolle zu: Sie wird zusammen mit den Instrumentalisten von "con moto" zwei Arien der beiden bedeutendsten deutschen Opernkomponisten der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, Carl Heinrich Graun und Johann Adolph Hasse, sowie eine Kantate des portugiesischen Komponisten Francisco António de Almeida musizieren. Die Kantate Almeidas beschreibt die leidenschaftliche Liebe eines jungen Mannes, der sich durch die Zurückweisung seiner Geliebten wie in einem aufgewühlten Meer fühlt und sich deshalb nach der sanften Stille des einfachen Liebesglücks sehnt; sie ist damit gleichzeitig Titelgeber und fulminanter Abschluss des Konzertprogramms. Im Gegensatz zu dieser durch den Gesangstext offenbaren Leidenschaftlichkeit der Musik muss man bei den Instrumentalwerken - zwei Triosonaten und ein galantes Flötenkonzert - etwas genauer hinhören, um die verschiedenen Affekte herauszuhören, aber gerade die wie immer von "con moto" verwendeten historischen Instrumente erleichtern diesen Zugang. Auf eine Besonderheit möchten die Veranstalter noch hinweisen: Sämtliche Werke dieses Programms haben die Musiker von "con moto" aus bisher unveröffentlichten Handschriften des 18. Jahrhunderts, die in Bibliotheken in Münster und Dresden aufbewahrt werden, abgeschrieben und in modernen Notensatz gebracht - ein besonders seltener Musikgenuss ist also garantiert!